Bobath-Therapie für Kinder - Therapeutin Sonja Schwalb
Was ist das Bobath-Konzept?
Das Bobath-Konzept ist ein neurophysiologischer Behandlungsansatz für Säuglinge und Kinder mit Störungen der Muskelspannung, Bewegungssteuerung und Wahrnehmung. Entwickelt wurde es von Dr. Karel und Dr. Berta Bobath. Das Konzept wird bis heute ständig weiterentwickelt und an neue wissenschaftliche Erkenntnisse angepasst.
Für welche Kinder ist Bobath geeignet?
Die Therapie eignet sich besonders für Kinder mit:
Grundlagen des Konzepts
Das Bobath-Konzept beruht auf der Lernfähigkeit und Plastizität des Gehirns. Geschädigte Bereiche lassen sich nicht vollständig wiederherstellen, aber andere Hirnareale können Aufgaben übernehmen. Durch gezielte Anbahnung von Bewegung und Wahrnehmung kann das Kind neue Fähigkeiten entwickeln oder bestehende Fähigkeiten verbessern.
Ein ganzheitliches 24-Stunden-Konzept
Alle Personen, die das Kind betreuen, arbeiten eng zusammen: Ärzte, Therapeuten, Pflegepersonen, Eltern, Geschwister, Erzieher und Lehrer. Ziele werden regelmäßig besprochen und an die aktuelle Situation des Kindes angepasst.
Das Konzept betrachtet das Kind ganzheitlich. Gefördert werden unter anderem:
Gleichzeitig wird darauf geachtet, Gelenke, Muskulatur und Körperstrukturen bestmöglich zu erhalten und Fehlstellungen vorzubeugen. Die Umgebung wird so gestaltet, dass sie dem Kind größtmögliche Selbstständigkeit ermöglicht.
Motivation als Schlüssel
Ein zentraler Punkt des Bobath-Konzepts ist die Motivation des Kindes. Lernen gelingt dann besonders gut, wenn das Kind Freude an einer Bewegung oder Handlung hat und selbst etwas erreichen möchte. Therapieerfolge werden durch Wiederholung im Alltag gefestigt. Bezugspersonen können diesen Prozess unterstützen.
Wenn ein Kind stärker betroffen ist, helfen passende Hilfsmittel dabei, Bewegungen zu erleichtern, Haltung zu stabilisieren oder Fehlstellungen vorzubeugen.